Die zweite Staffel von The Last of Us setzt fünf Jahre nach Joels und Ellies Reise durch die zerstörten Vereinigten Staaten ein. Hier findest du die komplette Folgenübersicht, die wichtigsten Handlungspunkte, den Cast, die Streaming-Möglichkeiten in Deutschland und eine Einordnung im Vergleich zur ersten Staffel.
Die wichtigsten Fakten zur zweiten Staffel auf einen Blick
- 7 Folgen statt 9 Episoden wie in Staffel 1
- Deutscher Start war am 14. April 2025
- Die Handlung beginnt fünf Jahre nach Staffel 1
- Neu dabei sind unter anderem Kaitlyn Dever, Isabela Merced und Jeffrey Wright
- In Deutschland ist die Staffel unter anderem bei WOW, Sky und HBO Max verfügbar

Alle Folgen von The Last of Us Staffel 2
Die zweite Staffel umfasst sieben Episoden, die ursprünglich im Wochenrhythmus veröffentlicht wurden. In Deutschland starteten die Folgen jeweils montags, einen Tag nach der US-Premiere. Die Laufzeit liegt je nach Episode ungefähr zwischen 50 und 60 Minuten.
| Folge | Deutscher Titel | US-Titel | Deutscher Start |
|---|---|---|---|
| 1 | Zukünftige Tage | Future Days | 14. April 2025 |
| 2 | Durch das Tal | Through the Valley | 21. April 2025 |
| 3 | Der Weg | The Path | 28. April 2025 |
| 4 | Tag eins | Day One | 5. Mai 2025 |
| 5 | Spüre ihre Liebe | Feel Her Love | 12. Mai 2025 |
| 6 | Der Preis | The Price | 19. Mai 2025 |
| 7 | Konvergenz | Convergence | 26. Mai 2025 |
Die geringere Episodenzahl bedeutet nicht automatisch eine kürzere Geschichte. Die Serie konzentriert sich stärker auf einzelne Perspektiven und lässt manche Ereignisse bewusster nebeneinanderstehen. Genau das macht die Staffel erzählerisch anspruchsvoller, kann aber auch irritieren, wenn man eine geradlinige Rachegeschichte erwartet.
Worum geht es in der zweiten Staffel
Achtung, ab hier folgen Spoiler zur ersten und zweiten Staffel.
Joel und Ellie leben nach den Ereignissen im Krankenhaus von Salt Lake City in der Gemeinschaft von Jackson, Wyoming. Fünf Jahre lang scheint ein vorsichtiger Alltag möglich zu sein, doch Joels Entscheidung aus dem Finale der ersten Staffel wirkt weiter. Ellie spürt, dass er ihr nicht die ganze Wahrheit über die Fireflies erzählt hat.
Die Lage kippt, als eine Gruppe aus Seattle nach Jackson kommt. Im Mittelpunkt steht Abby Anderson, deren persönlicher Verlust eng mit Joels Vergangenheit verbunden ist. Die Staffel zeigt dadurch nicht nur Ellies Suche nach Vergeltung, sondern auch die Sichtweise der Menschen, die Joel als Täter und nicht als Beschützer wahrnehmen.
Für mich liegt genau hier die größte Stärke der Adaption. Die Serie zwingt das Publikum, vertraute Figuren neu zu bewerten. Rache erscheint nicht mehr als klare Mission mit einem eindeutigen Helden, sondern als Kreislauf, der immer weitere Menschen hineinzieht.
Warum Jackson eine größere Rolle spielt
Jackson ist mehr als ein sicherer Rückzugsort. Die Stadt zeigt, wie eine Gemeinschaft nach dem Zusammenbruch funktionieren kann, mit Patrouillen, Regeln, Beziehungen und den ganz normalen Konflikten des Zusammenlebens. Dadurch wirkt der spätere Verlust besonders hart, weil erstmals wirklich sichtbar wird, was Joel und Ellie zu verlieren haben.
Lesen Sie auch: The Witcher Staffel 3 - Wendepunkt der Serie?
Ellie und Dina
Ellies Beziehung zu Dina bringt eine neue emotionale Ebene in die Geschichte. Zwischen Nähe, Unsicherheit und gegenseitigem Vertrauen entsteht ein Kontrast zu Ellies zunehmend zerstörerischem Racheplan. Die Serie nimmt sich Zeit für diese Verbindung, ohne den postapokalyptischen Druck aus dem Blick zu verlieren.
Besetzung und neue Figuren
Pedro Pascal kehrt als Joel Miller zurück, während Bella Ramsey erneut Ellie spielt. Gabriel Luna übernimmt wieder die Rolle von Tommy, Rutina Wesley ist als Maria zu sehen. Bella Ramsey trägt die Staffel stärker als zuvor, weil Ellie deutlich unabhängiger, wütender und zugleich verletzlicher angelegt ist.
| Figur | Schauspieler oder Schauspielerin | Bedeutung in Staffel 2 |
|---|---|---|
| Joel Miller | Pedro Pascal | Ringt mit den Folgen seiner Entscheidung aus Staffel 1 |
| Ellie Williams | Bella Ramsey | Verfolgt einen persönlichen Rachefeldzug |
| Abby Anderson | Kaitlyn Dever | Eine zentrale Gegenspielerin mit eigener Vorgeschichte |
| Dina | Isabela Merced | Ellies enge Vertraute und emotionale Verbindung |
| Jesse | Young Mazino | Ein wichtiger Teil der Gemeinschaft von Jackson |
| Isaac Dixon | Jeffrey Wright | Führungsfigur der Washington Liberation Front |
| Mel, Nora, Owen und Manny | Ariela Barer, Tati Gabrielle, Spencer Lord und Danny Ramirez | Mitglieder von Abbys Umfeld |
Kaitlyn Dever ist als Abby besonders gefordert, weil ihre Figur zunächst leicht als eindimensionale Gegnerin gelesen werden kann. Die Serie arbeitet jedoch bewusst dagegen und zeigt, dass jede Seite ihre eigene Version der Wahrheit besitzt. Catherine O’Hara ergänzt den Cast in einer Gastrolle, die dem dramatischen Stoff gelegentlich etwas trockenes, menschliches Gegengewicht gibt.
Wo kann man die Staffel in Deutschland streamen
In Deutschland ist die zweite Staffel bei WOW und Sky verfügbar. Seit 2026 ist sie außerdem über HBO Max abrufbar, wobei sich Katalog, Bildqualität, Tonspuren und Tarifbedingungen je nach Anbieter unterscheiden können.
- WOW: Staffel 1 und Staffel 2 stehen im Serienangebot zur Verfügung.
- Sky: Die Serie ist über die entsprechenden Entertainment-Angebote und Sky Atlantic verfügbar.
- HBO Max: Die Staffel kann im jeweiligen Streamingkatalog enthalten sein.
- Kaufoptionen: Einzelne Folgen oder die komplette Staffel sind je nach Plattform auch digital erhältlich.
Die Serie ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Wer die intensive Atmosphäre möglichst vollständig erleben möchte, sollte die Originalfassung mit Untertiteln ausprobieren. Gerade bei den leisen Szenen und den unterschiedlichen Akzenten gehen in der Synchronfassung zwar keine entscheidenden Informationen verloren, die Originalstimmen tragen aber viel zur Wirkung bei.
Für das Heimkino empfehle ich eine Wiedergabe mit Kopfhörern oder einer sauber eingestellten Surround-Anlage. Die Staffel lebt nicht nur von Schockmomenten, sondern auch von entfernten Geräuschen, knappen Dialogen und einer sehr zurückhaltenden Geräuschkulisse.
Wie sich Staffel 2 von Staffel 1 unterscheidet
| Merkmal | Staffel 1 | Staffel 2 |
|---|---|---|
| Folgenzahl | 9 Episoden | 7 Episoden |
| Reise | Joel und Ellie durchqueren mehrere Regionen | Schwerpunkt auf Jackson und Seattle |
| Beziehung | Joel wird zu Ellies Ersatzvater | Vertrauen und Entfremdung stehen im Zentrum |
| Erzählweise | Überwiegend chronologische Reisegeschichte | Mehrere Perspektiven und parallele Handlungsstränge |
| Grundstimmung | Überleben und vorsichtige Hoffnung | Trauer, Schuld und Vergeltung |
Die erste Staffel war für mich emotional geschlossener, weil sie auf eine klare Beziehung zwischen zwei Hauptfiguren zugelaufen ist. Staffel 2 ist sperriger und stellenweise unbequemer. Das ist kein Fehler, aber man sollte wissen, dass die Serie diesmal weniger auf klassische Sympathielenkung und stärker auf moralische Reibung setzt.
Ein häufiger Kritikpunkt ist die Aufteilung der Perspektiven. Einige Zuschauer möchten nach einem dramatischen Wendepunkt direkt bei Ellie bleiben, während die Serie bewusst einen Schritt zurückgeht und Abbys Seite ausarbeitet. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine komplexere Geschichte. Wer vor allem Tempo erwartet, könnte manche Passagen als Unterbrechung empfinden.
Was nach der zweiten Staffel kommt
HBO hat eine dritte Staffel offiziell bestätigt. Ein verbindlicher deutscher Starttermin sollte jedoch nicht mit frühen Produktionsgerüchten verwechselt werden. Bei einer aufwendigen Serie dieser Größe sind Dreharbeiten, Nachproduktion und die Planung der weltweiten Veröffentlichung entscheidend.
Inhaltlich ist davon auszugehen, dass die Serie die Geschichte aus dem zweiten Videospiel weiterführt. Ob dafür erneut eine oder mehrere Staffeln benötigt werden, lässt sich erst sicher beurteilen, wenn HBO konkrete Details zu Umfang und Handlung veröffentlicht.
Mein Rat für Neueinsteiger ist einfach: Staffel 1 zuerst vollständig ansehen und danach ohne größere Spoiler in die zweite Staffel gehen. Die Wirkung vieler Entscheidungen hängt davon ab, dass man Joels Vergangenheit, Ellies Zweifel und Abbys Motivation nicht nur aus kurzen Zusammenfassungen kennt.
Warum diese Staffel besonders nachwirkt
Die zweite Staffel von The Last of Us ist keine unkomplizierte Fortsetzung, sondern eine bewusst fordernde Erweiterung der Geschichte. Sie bietet sieben intensive Folgen, starke neue Figuren und eine Handlung, die ihre Zuschauer immer wieder dazu bringt, die eigene Haltung zu hinterfragen.
Wer eine klassische Heldengeschichte erwartet, dürfte an manchen Entscheidungen anecken. Wer dagegen bereit ist, Schuld, Verlust und Vergeltung aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten, bekommt eine der interessantesten Videospieladaptionen der vergangenen Jahre. Genau deshalb lohnt sich die Staffel auch im Heimkino mit Ruhe, guter Tonwiedergabe und möglichst wenig Ablenkung.