Vom Monsterfilm über Fantasy-Abenteuer bis zur Detektivgeschichte zeigen die Filme von Millie Bobby Brown, wie vielseitig sich ihre Karriere seit „Stranger Things“ entwickelt hat. Ich ordne ihre bisherigen Kinofilme und Netflix-Produktionen chronologisch ein, erkläre die wichtigsten Rollen und gebe eine praktische Empfehlung, womit sich der Einstieg besonders lohnt.
Millie Bobby Browns Filmkarriere in wenigen Fakten
- Sieben zentrale Spielfilme gehören bis 2026 zu ihrer Filmografie.
- Ihre bekanntesten Rollen sind Enola Holmes, Madison Russell und Elodie.
- Die drei „Enola Holmes“-Filme bilden den wichtigsten Schwerpunkt ihrer Filmarbeit.
- „Godzilla II“ und „Godzilla vs. Kong“ zeigen sie im Monsterfilm-Genre.
- Mit „Damsel“ und „The Electric State“ wechselte sie stärker in Fantasy und Science-Fiction.
- „Just Picture It“ ist als erste romantische Komödie mit Brown angekündigt.
Diese Filme gehören zu ihrer wichtigsten Filmografie
Millie Bobby Brown wurde einem weltweiten Publikum zunächst als Eleven in „Stranger Things“ bekannt. Für die Filmografie zählt die Serie allerdings nicht, weil es sich um eine Fernsehproduktion handelt. Ihre eigentliche Spielfilmkarriere begann mit dem Einstieg in das Godzilla-Universum.
| Jahr | Film | Rolle | Genre |
|---|---|---|---|
| 2019 | Godzilla II: King of the Monsters | Madison Russell | Monsterfilm, Action |
| 2020 | Enola Holmes | Enola Holmes | Mystery, Abenteuer |
| 2021 | Godzilla vs. Kong | Madison Russell | Monsterfilm, Action |
| 2022 | Enola Holmes 2 | Enola Holmes | Mystery, Abenteuer |
| 2024 | Damsel | Prinzessin Elodie | Fantasy, Action |
| 2025 | The Electric State | Michelle | Science-Fiction, Roadmovie |
| 2026 | Enola Holmes 3 | Enola Holmes | Mystery, Abenteuer |
In dieser Übersicht fällt auf, dass Brown ihre Rollen oft selbstbewusst und körperlich aktiv anlegt. Sie spielt selten reine Zuschauerfiguren, sondern Charaktere, die Entscheidungen treffen, Gefahren eingehen und die Handlung vorantreiben. Genau das verbindet ihre sehr unterschiedlichen Filme.
Die Enola-Holmes-Reihe ist ihr stärkstes Filmprofil
Mit „Enola Holmes“ fand Millie Bobby Brown die Rolle, die am deutlichsten mit ihrem Namen verbunden ist. Enola ist die jüngere Schwester von Sherlock Holmes, aber keine bloße Nebenfigur. Sie ermittelt eigenständig, widerspricht gesellschaftlichen Erwartungen und erzählt ihre Geschichte häufig direkt ins Publikum.
Enola Holmes aus dem Jahr 2020
Der erste Film führt eine junge Detektivin ein, die nach dem Verschwinden ihrer Mutter eigene Wege geht. Die Mischung aus historischem Abenteuer, Rätseln und moderner Selbstbestimmung macht den Film auch für Zuschauer interessant, die mit klassischen Sherlock-Holmes-Adaptionen wenig anfangen können.
Für mich funktioniert der Auftakt vor allem wegen Browns Energie. Sie trägt den Film fast vollständig, ohne dass Henry Cavills Sherlock Holmes oder Helena Bonham Carters Eudoria Holmes ihre Figur überschatten. Wer einen zugänglichen Einstieg sucht, beginnt am besten hier.
Enola Holmes 2
Die Fortsetzung aus dem Jahr 2022 macht aus Enola eine professionelle Ermittlerin. Ihr Fall führt in die Londoner Arbeiterwelt und verbindet persönliche Entwicklung mit einem größeren gesellschaftlichen Konflikt. Dadurch wirkt der Film etwas erwachsener, bleibt aber seinem schnellen Humor treu.
Die Fortsetzung ist besonders dann sinnvoll, wenn man die Beziehung zwischen Enola und Lord Tewkesbury weiterverfolgen möchte. Ich finde sie erzählerisch nicht ganz so überraschend wie den ersten Teil, dafür ist die Hauptfigur klarer etabliert und souveräner.
Enola Holmes 3
Der dritte Teil läuft seit dem 1. Juli 2026 auf Netflix. Enola reist nach Malta, während sie sich auf ihre Hochzeit mit Tewkesbury vorbereitet und gleichzeitig mit dem Verschwinden ihres Bruders Sherlock konfrontiert wird.
Die neue Folge erweitert die Reihe um mehr Romantik, internationale Schauplätze und eine sichtbar gereifte Heldin. Wer die ersten beiden Filme mochte, bekommt hier keine komplette Neuausrichtung, sondern die konsequente Fortsetzung einer Figur, die zwischen Unabhängigkeit, Liebe und familiärer Verantwortung balanciert.
Godzilla zeigt Millie Bobby Brown im großen Actionformat
In „Godzilla II: King of the Monsters“ aus dem Jahr 2019 spielt Brown Madison Russell, die Tochter der Wissenschaftler Mark und Emma Russell. Die Rolle verlangt weniger klassische Dialogkomik als emotionale Reaktionen in einer Welt, in der riesige Kreaturen ganze Städte bedrohen.
Madison ist dabei nicht einfach nur das Kind, das gerettet werden muss. Ihre Entscheidungen beeinflussen die Handlung und geben dem bombastischen Monsterfilm eine persönliche Perspektive. Wer Brown bisher nur als Eleven kennt, erkennt hier eine deutlich realistischere und zurückhaltendere Spielweise.
„Godzilla vs. Kong“ aus dem Jahr 2021 setzt diese Geschichte fort, rückt aber stärker das Duell der beiden Titanen in den Mittelpunkt. Browns Figur bleibt wichtig, bekommt jedoch weniger Raum als im Vorgänger. Meine Einschätzung fällt deshalb klar aus: „Godzilla II“ ist für ihre Rolle der bessere Film, während „Godzilla vs. Kong“ vor allem von Schauwerten und groß angelegter Action lebt.
| Film | Stärke | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| Godzilla II: King of the Monsters | Mehr emotionale Handlung rund um Madison | Fans von Monsterfilmen mit Familienkonflikt |
| Godzilla vs. Kong | Größere Kämpfe und schnelleres Tempo | Zuschauer, die spektakuläre Action suchen |
Fantasy und Science-Fiction erweitern ihr Rollenbild
Nach den Detektivgeschichten übernahm Brown mehrere Rollen, die deutlich stärker auf körperliche Bedrohung und visuelle Welten setzen. Dabei ist interessant, dass sie nicht bei einer einzigen Erfolgsformel bleibt, sondern verschiedene Varianten der klassischen Heldin ausprobiert.
Damsel
In „Damsel“ spielt Brown die Prinzessin Elodie, die nach einer arrangierten Hochzeit in eine tödliche Falle gerät. Der Film beginnt wie ein Märchen und entwickelt sich zu einer Überlebensgeschichte mit feministischer Perspektive.
Die Stärke liegt in Browns körperlichem Spiel. Elodie muss sich durch Höhlen, Feuer und extreme Gefahr kämpfen, wodurch die Handlung weniger von langen Erklärungen als von unmittelbaren Entscheidungen lebt. Das Ergebnis ist kein besonders feines Märchen, aber ein unterhaltsamer Fantasyfilm mit klarer Hauptfigur.
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The Electric State
„The Electric State“ aus dem Jahr 2025 führt in eine alternative Zukunft, in der sich Michelle gemeinsam mit einem ungewöhnlichen Roboter auf die Suche nach ihrem Bruder macht. Der Film verbindet Science-Fiction, Roadmovie und Familiengeschichte.
Im Vergleich zu „Damsel“ ist Browns Figur hier verletzlicher und stärker auf Beziehungen angewiesen. Gleichzeitig ist der Film visuell sehr ambitioniert, weshalb die Wirkung im Heimkino stark von Bildgröße und Tonanlage abhängt. Auf einem kleinen Laptop können die aufwendigen Landschaften und Roboterwelten schnell an Wirkung verlieren.
Ich würde „The Electric State“ deshalb vor allem Zuschauern empfehlen, die eine große, melancholische Science-Fiction-Welt mögen. Wer eine besonders straffe Handlung erwartet, könnte die lange Laufzeit und die vielen Nebenideen als Nachteil empfinden.
Mit welchem Film sollte man beginnen
Die beste Wahl hängt davon ab, welche Art von Unterhaltung man sucht. Für einen möglichst vollständigen Eindruck von Browns Entwicklung lohnt sich die chronologische Reihenfolge, für einen entspannten Filmabend reicht aber auch ein gezielter Einstieg.
- Für Mystery und Humor: mit „Enola Holmes“ beginnen.
- Für eine zusammenhängende Reihe: „Enola Holmes“, „Enola Holmes 2“ und „Enola Holmes 3“ nacheinander ansehen.
- Für Monster-Action: zuerst „Godzilla II: King of the Monsters“, danach „Godzilla vs. Kong“.
- Für Fantasy: „Damsel“ wählen, weil Brown dort die größte körperliche Präsenz zeigt.
- Für Science-Fiction: „The Electric State“ nehmen, wenn eine visuell aufwendige Zukunftswelt gefragt ist.
Meine persönliche Empfehlung für neue Zuschauer ist die Enola-Holmes-Reihe. Sie zeigt Brown nicht nur als Actiondarstellerin, sondern auch in dialogreichen, humorvollen und emotional differenzierten Szenen. Danach lässt sich gut erkennen, wie anders ihre Auftritte in „Godzilla“ und „Damsel“ angelegt sind.
Für einen Heimkinoabend würde ich bei „Godzilla vs. Kong“ und „The Electric State“ besonders auf eine saubere Tonwiedergabe achten. Tiefe Bässe und große Dynamik machen dort viel aus, während die Enola-Holmes-Filme stärker von Dialogverständlichkeit und einer angenehmen Farbdarstellung profitieren.
Was 2026 noch von Millie Bobby Brown zu erwarten ist
Mit „Just Picture It“ ist ein weiteres Netflix-Projekt angekündigt, in dem Brown die Hauptrolle übernimmt und zugleich produziert. Die romantische Komödie handelt von zwei Studierenden, deren Smartphones Bilder aus ihrer möglichen Zukunft zeigen, in der sie verheiratet sind und Kinder haben.
Ein verlässlicher Veröffentlichungstermin ist derzeit nicht festgelegt. Spannend ist das Projekt trotzdem, weil Brown damit erstmals deutlich in Richtung romantische Komödie geht und ihr bisher von Mystery, Action und Fantasy geprägtes Rollenprofil erweitert.
Warum ihre Filmografie mehr bietet als Enola Holmes
Die bekannteste Figur bleibt Enola Holmes, doch gerade die Unterschiede zwischen den Produktionen machen Browns Filmografie interessant. Sie reicht von familienfreundlichem Mystery über Monster-Action bis zu düsterer Fantasy und groß angelegter Science-Fiction.
Wer nur einen Film auswählen möchte, fährt mit „Enola Holmes“ am sichersten. Für ein vollständigeres Bild ihrer Entwicklung lohnt sich jedoch die Reihenfolge über „Godzilla II“, „Enola Holmes“, „Damsel“ und „The Electric State“, bevor man mit „Enola Holmes 3“ den aktuellen Stand ihrer Filmkarriere erreicht.