Ein düsterer Palazzo, eine Séance und ein Mord unter alten Bekannten: Die Besetzung von A Haunting in Venice lebt von bekannten Stars und auffällig starken Nebenfiguren. Hier findest du die wichtigsten Darsteller, ihre Rollen, die Verbindung zur Agatha-Christie-Vorlage und praktische Filmdaten für den nächsten Heimkinoabend.
Die Besetzung verbindet klassische Krimikunst mit moderner düsterer Spannung
- Kenneth Branagh spielt erneut Hercule Poirot.
- Michelle Yeoh verkörpert das Medium Mrs. Reynolds.
- Tina Fey übernimmt die Rolle der Autorin Ariadne Oliver.
- Zum Ensemble gehören außerdem Jamie Dornan, Kelly Reilly, Camille Cottin und weitere markante Darsteller.
- Der Film dauert 1 Stunde und 43 Minuten und ist in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben.

Wer spielt in A Haunting in Venice mit
Im Mittelpunkt steht Kenneth Branagh als Hercule Poirot. Der Schauspieler führt zugleich Regie und gibt dem berühmten Detektiv eine zurückhaltendere, müde wirkende Seite. Poirot lebt inzwischen zurückgezogen in Venedig und wird nur widerwillig in den neuen Fall hineingezogen.
| Darsteller | Rolle | Bedeutung im Film |
|---|---|---|
| Kenneth Branagh | Hercule Poirot | Der pensionierte Meisterdetektiv, der den Mord untersucht |
| Tina Fey | Ariadne Oliver | Eine erfolgreiche Krimiautorin und Poirots alte Bekannte |
| Michelle Yeoh | Mrs. Reynolds | Ein geheimnisvolles Medium bei der Séance |
| Kelly Reilly | Rowena Drake | Die Gastgeberin des Abends und Mutter der verstorbenen Alicia |
| Jamie Dornan | Dr. Leslie Ferrier | Ein Arzt, der von den Erlebnissen des Krieges gezeichnet ist |
| Jude Hill | Leopold Ferrier | Der aufmerksame Sohn von Dr. Ferrier |
| Camille Cottin | Olga Seminoff | Die Haushälterin im Palazzo |
| Riccardo Scamarcio | Vitale Portfoglio | Poirots ehemaliger Polizist und persönlicher Beschützer |
| Kyle Allen | Maxime Gerard | Der frühere Verlobte der verstorbenen Alicia |
| Emma Laird | Desdemona Holland | Eine Assistentin des Mediums |
| Ali Khan | Nicholas Holland | Desdemonas Bruder und ebenfalls Teil der Séance |
Ergänzt wird das Ensemble durch Rowan Robinson als Alicia Drake, deren Tod den Fall überhaupt erst auslöst. Gerade diese Mischung aus Hauptrollen, Familienmitgliedern und Verdächtigen macht die Handlung übersichtlich, ohne dass die Figuren austauschbar wirken.
Die Figuren hinter dem Verdacht
Kenneth Branagh als Hercule Poirot
Branagh spielt Poirot nicht als unfehlbare Denkmaschine, sondern als Mann, der sich bewusst aus der Welt zurückgezogen hat. Das verändert den bekannten Charakter spürbar. Seine berühmten grauen Zellen funktionieren weiterhin, doch diesmal muss er sich auch mit Glauben, Trauer und Schuld auseinandersetzen.
Ich halte diese Entwicklung für eine der stärksten Entscheidungen des Films. Der Detektiv löst den Fall nicht nur, weil er logisch denken kann, sondern auch, weil er die emotionalen Brüche der Anwesenden erkennt.
Tina Fey und Michelle Yeoh als Gegenspielerinnen
Tina Fey bringt als Ariadne Oliver eine schnelle, selbstbewusste Energie in die Geschichte. Ihre Figur ist Schriftstellerin und kennt Poirot gut genug, um ihn aus seinem Ruhestand zu locken. Dadurch entsteht zwischen beiden eine Mischung aus Freundschaft, Wettbewerb und gegenseitigem Misstrauen.
Michelle Yeoh setzt als Mrs. Reynolds einen deutlich geheimnisvolleren Akzent. Ihre Darstellung lebt von kontrollierten Gesten und einer Stimme, die nie ganz verrät, ob sie wirklich mit den Toten kommunizieren kann. Das Spiel zwischen echter Spiritualität und geschickter Täuschung trägt einen großen Teil der Spannung.
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Die Familie Drake und die Ferriers
Kelly Reilly verleiht Rowena Drake eine intensive, fast zerbrechliche Präsenz. Ihre Trauer um Alicia wirkt zunächst wie ein möglicher Antrieb für den Mord. Jamie Dornan spielt dagegen einen Arzt, der seine Kriegserlebnisse nicht verarbeitet hat, während Jude Hill als Leopold überraschend scharfsinnig auftritt.
Besonders interessant ist, dass Leopold nicht nur als Kind innerhalb der Handlung funktioniert. Er beobachtet Erwachsene sehr genau und nimmt Details wahr, die andere übersehen. Damit wird er für Poirots Ermittlungen wichtiger, als es die klassische Rollenverteilung zunächst vermuten lässt.
Warum die Besetzung so gut zum düsteren Ton passt
A Haunting in Venice ist kein glatt polierter Gesellschaftskrimi. Der Film verbindet das klassische Whodunit-Prinzip mit Elementen aus Horror und psychologischem Drama. Dafür braucht es Schauspieler, die nicht nur Informationen liefern, sondern Unsicherheit und innere Konflikte glaubwürdig darstellen.
Camille Cottin sorgt als Olga Seminoff für eine bodenständigere Perspektive. Riccardo Scamarcio gibt Poirot mit Vitale Portfoglio einen ruhigen, körperlich präsenten Begleiter. Kyle Allen wiederum verkörpert als Maxime Gerard eine Figur, bei der Trauer, Eifersucht und Verdacht ständig nebeneinanderstehen.
Mir gefällt vor allem, dass der Film die bekannten Namen nicht bloß als Werbeetiketten verwendet. Fast jeder Darsteller bekommt einen eigenen dramatischen Schwerpunkt. Dadurch fühlt sich der Palazzo wie ein geschlossenes System an, in dem jede Person etwas zu verbergen hat.
Welche Verbindung zur Vorlage von Agatha Christie besteht
Die Handlung basiert auf Agatha Christies Roman Die Halloween-Party, verlegt das Geschehen jedoch nach Venedig und in eine deutlich unheimlichere Umgebung. Aus dem eher klassischen Ermittlungsfall wird ein übernatürlich angehauchter Kammerspiel-Thriller, in dem Séancen, alte Schuld und eine unzuverlässige Wahrnehmung zusammenkommen.
Die Figuren wurden für die Verfilmung teilweise angepasst und neu angeordnet. Ariadne Oliver bleibt als Schriftstellerin eine wichtige Verbindung zu Christies Welt, während die venezianische Kulisse dem Stoff eine eigene Identität gibt. Wer eine möglichst werkgetreue Umsetzung erwartet, könnte von diesen Veränderungen überrascht sein. Wer dagegen eine eigenständige Poirot-Geschichte sehen möchte, bekommt eine stimmige Weiterentwicklung.
Die Besetzung unterstützt diese Modernisierung. Die Schauspieler spielen ihre Rollen nicht wie historische Kostümfiguren, sondern mit deutlich spürbaren persönlichen Verletzungen. Genau deshalb wirkt der Film trotz klassischer Vorlage emotional moderner als ein gewöhnlicher Detektivfilm.
Die wichtigsten Filmdaten für den Heimkinoabend
| Filmtitel | A Haunting in Venice |
|---|---|
| Genre | Krimi, Mystery und Thriller mit Horrorelementen |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Altersfreigabe in Deutschland | FSK 12 |
| Regie | Kenneth Branagh |
| Vorlage | Agatha Christies Die Halloween-Party |
Für das Heimkino funktioniert der Film besonders gut mit gedämpftem Licht und einer klaren Tonwiedergabe. Viele Spannungsmomente entstehen durch Schritte, entfernte Stimmen und plötzliche Geräusche im Palazzo. Ein stark aufgedrehter Bass ist dabei weniger wichtig als verständliche Dialoge und eine gute räumliche Auflösung.
Wer einen klassischen, hellen Rätselkrimi erwartet, sollte sich auf eine düsterere Atmosphäre einstellen. Die Handlung bleibt zugänglich, doch der Film setzt stärker auf Schatten, psychologische Spannung und kurze Schreckmomente als die vorherigen Poirot-Abenteuer.
Was von der Besetzung im Gedächtnis bleibt
Die zentrale Stärke liegt in der Balance zwischen Kenneth Branaghs Poirot und einem Ensemble, das jede Szene mit einer eigenen Vermutung auflädt. Tina Fey, Michelle Yeoh, Kelly Reilly und Jamie Dornan prägen den Film besonders stark, während die jüngeren Figuren zusätzliche Hinweise und emotionale Tiefe liefern.
Wer gezielt nach der Besetzung von A Haunting in Venice sucht, findet hier also nicht nur eine Namensliste. Entscheidend ist, wie die Darsteller den Film zwischen klassischem Agatha-Christie-Krimi, Geistergeschichte und persönlichem Drama ausbalancieren. Genau diese Mischung macht den Film für einen konzentrierten Heimkinoabend sehenswert.